„Wandernder Ort“ ist der Titel für partizipative Videoprojekte, die eine spezielle künstlerische Strategie anwenden: Die teilnehmenden Akteure drehen nacheinander Sequenzen über eine eigene Geschichte, lassen sich dabei aber jeweils durch die Vorgängerarbeit inspirieren. Der Übersetzungsvorgang von einer Sequenz zur nächsten ist das zentrale Moment dieses künstlerischen Prozesses. Dabei entspricht die strategische Methode des Reagierens und Antwortens sowie die Abfolge von Akteuren dem Medium Video bzw. Bewegtbild im genuinen Sinn. Einzelne Videobeiträge bzw. separierte Handlungen fügen sich über die gebende und nehmende Geste zu einem Gesamtwerk zusammen.
Hier entsteht eine Form erweiterter Autorschaft und der Kollaboration, die ohne Verhandlung und Kommunikation unter den Teilnehmenden durchgeführt wird.
Wandernder Ort 2009 und Wandernder Ort 2011 wenden diese Strategie in unterschiedlicher Form an. |